Gewindestangen nach DIN 975 / 976 in Ausführung Stahl Blank 5.6 bestehen aus einem unlegierten Stahl, der eine ausgewogene Mischung aus Festigkeit und Dehnbarkeit bietet.
- Der Stahl ist weniger spröde als 8.8er-Material. Bei Überlastung verbiegt sich die Stange eher, als dass sie abrupt bricht.
- Sie lässt sich noch gut mit Standard-HSS-Sägeblättern kürzen und das Gewinde lässt sich leicht nachfeilen.
- Da kein Zink vorhanden ist, lässt sie sich hervorragend schweißen. Dies wird oft im Vorrichtungsbau genutzt, um Gewinde direkt auf Platten zu setzen.
- Da kein galvanischer Zinkauftrag die Oberfläche „verstopft“, haften Lacke, chemische Brünierungen oder spezielle Beschichtungen sehr gut.
Die 5.6er-Variante wird oft gewählt, wenn 4.6 zu „weich“ und 8.8 zu teuer oder zu hart ist:
- Anlagenbau: Befestigung von Rohrleitungen oder Aggregaten im trockenen Innenbereich.
- Maschinenbau: Als Distanzstangen oder Stehbolzen, die moderaten Zugbelastungen standhalten müssen.
- Stahl- und Metallbau: Für Konstruktionen, die im Anschluss feuerverzinkt oder industriell lackiert werden.
- Fundamentbau: Als Ankerstangen, die in Beton eingegossen werden (hier sorgt die blanke Oberfläche für einen guten Verbund).